APA - AUSTRIA PRESSE AGENTUR APA-OTS APA-DEFACTO APA-IT APA-IMAGES APA-MEDIAWATCH
APA-OnlineJournale   APA - Austria Presse Agentur

Homepage
Ihre Journale
Editorial
Produktinfo
Navigation/Help
Impressum
Offenlegung
APA im Netz
Passwort �ndern
User Login

BEISPIEL TOP-THEMA


SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ANFANG.SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ENDE. ÜBERBLICK DIESES DOSSIER DRUCKEN

13.05.2020 | APA

Keine Lebensmittelschleuderpreise in der Krise, Bio konstant

Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Co. waren in den ersten Wochen der Coronakrise und kurz vor ihrem Ausbruch weniger oft in Aktion, zeigt die aktuelle Marktanalyse der AMA. Ob das an den Supermärkten oder an den Konsumenten lag, denen der Preis ob des bevorstehenden Lockdowns nicht so wichtig war, ist daraus nicht ablesbar, aber für die AMA, die Vermarkterin dieser Produkte, sehr erfreulich.

Die Corona-Krise beeinflusst das Kaufverhalten
Vollansicht
APA (dpa)

Der deutliche Rückgang des Aktionsanteils nach dem Lockdown Mitte März spreche dafür, dass "die Schleuderei von Lebensmitteln in Krisenzeiten etwas ist, was man als moralisch bedenklich empfindet", so AMA-Geschäftsführer Michael Blass am Mittwoch. Aber zu einer Verteuerung von Lebensmitteln sei es nicht gekommen, sagte AMA-Marktforschungsleiterin Micaela Schantl. Die Preise seien um 1,4 Prozent gestiegen, was der allgemeinen Inflation entspreche. Diskonter haben im ersten Quartal 2020 bei den von der AMA erhobenen Warengruppen weniger stark dazugewonnen (+12,4 Prozent) als der Lebensmitteleinzelhandel ohne Diskonter (+12,9 Prozent).

In der Krise bedeuteten den Österreichern Regionalität, Saisonalität und Frische wieder mehr als vorher, sagte Blass. Das habe schon eine im März durchgeführte Umfrage unter 500 Personen ergeben. Dementsprechend blieb der Bioanteil nach dem Lockdown im März konstant bei 9,9 Prozent. Und Bauernmärkte "liegen voll im Trend", so der AMA-Geschäftsführer. Ebenso großer Beliebtheit erfreut sich der Online-Versand von Direktvermarktern bäuerlicher Produkte.

In den ersten Wochen der Krise griffen die Österreicher vermehrt zu Altbewährtem. Produkte zum Einlagern, zum Kochen und zum Einfrieren wie Huhn oder Faschiertes haben am meisten gewonnen, sagte Schantl. Ein paar "fast totgesagte" Waren wie Sauerrahm oder Schmelzkäse erlebten nachgerade eine Renaissance, ebenso Ravioli aus der Dose und Packerlsuppen.

Bei der Versorgung habe es nie ein Problem gegeben, betonte Blass. Die heimische Landwirtschaft "war in der Krise in der Lage, die Tische jeden Tag zu decken". Natürlich "werden hier nie Kiwis wachsen" und auch Kaffee, Schokolade und einige Gewürze müssten aus dem Ausland importiert werden, so der AMA-Geschäftsführer. Wenn möglich, sollten die Österreicher zu inländischen Produkten greifen; der Lebensmittelhandel spiele puncto Produktionsstrukturen eine Schlüsselrolle, bekräftigte er.

Wann es mit dem Agrarexport wieder richtig losgehen wird, könne er nicht sagen. Jetzt müsse man einmal eine Bestandsaufnahme machen, "was verlorengegangen ist, um dann im nächsten Schritt zu planen, wo kann man wieder aufbauen", so Blass. Inwiefern die aktuellen Veränderungen nach der Krise bleiben werden? Da spielen laut Blass die Kaufkraft der Konsumenten und auch der Optimismus in der Gesellschaft eine große Rolle.

Die AMA hat für ihr aktuelles Haushaltspanel (erstes Quartal 2020) Einkäufe von Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukten, Käse, Obst, Gemüse, Erdäpfeln, Eiern, Tiefkühlprodukten, Obst- und Gemüsekonserven sowie Fertiggerichten aufgezeichnet. Brot und Gebäck sowie die in der Krise boomenden Nudeln und Mehl sind nicht dabei. Die Stichprobe umfasst mindestens 2.800 Haushalte pro Jahr.


SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ANFANG.SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ENDE. ÜBERBLICK DIESES DOSSIER DRUCKEN


Weitere Themen finden Sie in der Übersicht und im Archiv.

 

HINTERGRÜNDEInformation


Verantwortlicher Redakteur: Hermann Mörwald Von der Redaktion recherchiert
Hermann Mörwald
Verantwortlicher Redakteur


Weitere APA-Stories zum Thema:






_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

APA-BusinessFacts
© APA - Austria Presse Agentur / powered byAPA CMS(Info)
Bitte wählen Sie eine der Druckoptionen links.




top