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14.01.2020 | APA

Pflege: Rund 153.000 durch mobile Dienste betreut

Im Pflegebereich sind 2018 153.486 Personen durch mobile Dienste zu Hause gepflegt worden, 95.100 Personen waren in Pflegeheimen, Pflegewohnhäusern und ähnlichen Einrichtungen untergebracht. Das geht aus den neuesten Daten der Statistik Austria hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Netto-Pflege-Ausgaben der öffentlichen Hand (Länder und Gemeinden) lagen im Vorjahr bei 2,3 Mrd. Euro.

Bundesländer-Entwicklungen mit starken Abweichungen
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APA/dpa

Gegenüber 2017 stiegen die Zahlen damit etwas an: Damals wurden 149.442 Personen durch mobile Dienste betreut, 82.485 Personen befanden sich stationär im Pflegeheim.

Neben den genannten Angeboten nahmen 2018 weitere 1.326 Personen mehrstündige Alltagsbegleitungen im häuslichen Umfeld in Anspruch. Mit insgesamt 271.456 Fällen war der Großteil (57 Prozent) der von den Ländern und Gemeinden über die Sozialhilfe oder Mindestsicherung finanziell unterstützten Betreuungs- und Pflegeverhältnisse im häuslichen Bereich. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der so betreuten bzw. gepflegten Personen war 75 Jahre oder älter.

Außer Haus nahmen 2018 neben den 95.100 Personen im Pflegeheimen weitere 9.871 eine stationäre Kurzzeitpflege in Anspruch. In alternativen Wohnformen ohne ständige Betreuung ("betreubares/betreutes Wohnen") lebten 3.485 Personen. 8.188 zu Hause wohnende Menschen besuchten Tagesstätten oder Tageszentren.

In den letzten fünf Jahren (2013 bis 2018) hat die Zahl der betreuten Personen in den mobilen und stationären Diensten (in absoluten Zahlen) ungefähr gleich stark zugenommen. Bei den mobilen Diensten gab es ein Plus von rund 17.400 Fällen, im Heim einen Zuwachs um rund 17.500. Prozentuell gesehen war die Zunahme bei stationären Diensten mit 19 Prozent größer als bei den mobilen Diensten (13 Prozent).

Die Entwicklung verlief dabei je nach Bundesland recht unterschiedlich: Im Bereich der mobilen Dienste gab es Zuwächse zwischen 4 Prozent (Kärnten) bis 35 Prozent (Burgenland). Im stationären Bereich reichte die Bandbreite der Veränderung von Null in Wien bis 61 Prozent im Burgenland.

Sowohl die zu Pflegenden selbst als auch die Betreuungsfachkräfte sind zum Großteil weiblich. Ende 2018 waren mehr als zwei Drittel der Betreuten (Gesamtdurchschnitt: 68 Prozent) und 88 Prozent des Personals Frauen. Insgesamt waren in dem Bereich Ende 2018 68.417 Voll- und Teilzeitbeschäftigte tätig, das entsprach 48.977 Vollzeitäquivalenten. Knapp zwei Drittel der Beschäftigten arbeiteten im stationären Bereich.

Die Bruttoausgaben lagen 2018 bei in Summe rund 3,9 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte davon (59 Prozent) steuerten die Länder und Gemeinden aus Mitteln der Sozialhilfe oder der Mindestsicherung bei. 36 Prozent mussten die betreuten Personen selbst bestreiten - und zwar vor allem aus ihren Pensionen und Pflegegeldern. Der Rest (5 Prozent) stammte aus anderen Quellen, etwa dem Landesgesundheitsfonds oder Krankenversicherung. Abzüglich der genannten Einnahmen lagen die Netto-Ausgaben bei 2,3 Mrd. Euro. Mehr als 80 Prozent der Ausgaben entfielen auf die teilstationären und stationären Dienste, 16 Prozent auf mobile Dienste und Alltagsbegleitungen.

Zwischen 2013 und 2018 stiegen die Bruttoausgaben im Pflege- und Betreuungsbereich insgesamt um 25 Prozent bzw. 771 Mio. Euro. Die Nettoausgaben wuchsen um 36 Prozent (+607 Mio. Euro). Der Unterschied erklärt sich daraus, dass die Einnahmen aus Beiträgen und Ersätzen nur um 12 Prozent (+153 Mio. Euro) anstiegen. Grund dafür war nicht zuletzt die Anfang Jänner 2018 in Kraft getretene Abschaffung des Pflegeregresses bei der Unterbringung in stationären Einrichtungen.


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Verantwortlicher Redakteur: Hermann Mörwald Von der Redaktion recherchiert
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