APA - AUSTRIA PRESSE AGENTUR APA-OTS APA-DEFACTO APA-IT APA-IMAGES APA-MEDIAWATCH
APA-OnlineJournale   APA - Austria Presse Agentur

Homepage
Ihre Journale
Editorial
Produktinfo
Navigation/Help
Impressum
Offenlegung
APA im Netz
Passwort �ndern
User Login

BEISPIEL TOP-THEMA


SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ANFANG.SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ENDE. ÜBERBLICK DIESES DOSSIER DRUCKEN

24.06.2019 | APA

Gasversorgung soll bis 2050 zu 100 Prozent erneuerbar werden

Wie bei Strom soll auch bei Gas die Versorgung in Österreich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden können, wenn auch nicht bis 2030, sondern bis zum Jahr 2050. Der Fachverband Gas Wärme spricht von "gewaltigen Potenzialen" bei Methangas aus Biomasse. Verwertet werden könnten die enormen Mengen an Schadholz, aber auch andere land- und forstwirtschaftliche Reststoffe.

Die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern soll gesenkt werden
Vollansicht
APA (Symbolbild)

Mit Biomethan und einer zu erwartenden Nutzung erneuerbaren Wasserstoffs könne man bis 2050 neben den gasversorgten Haushalten in Österreich auch Industriebetriebe, Kraftwerke sowie den Mobilitätssektor mit 100 Prozent erneuerbarem Gas versorgen, sagte Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands und Vize-Chef der Wiener Stadtwerke, am Montag vor Journalisten. Dazu verwies Weinelt auf eine neue Studie von "Bioenergy 2020+", einem in Graz angesiedelten Forschungszentrum. Demzufolge besteht für das Jahr 2050 ein Biomassepotenzial für die Herstellung von 4 Mrd. Kubikmeter erneuerbarem Gas, was ungefähr dem heutigen halben jährlichen Erdgasverbrauch Österreichs entspricht. Wolle man die Versorgung bis 2050 zu 100 Prozent auf erneuerbar umstellen, müsse aber auch der Verbrauch gesenkt werden, sagte Weinelt.

Durch die zunehmende Beimischung von erneuerbarem Gas ins Gasnetz helfe man mit, die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu senken und durch Nutzung der bestehenden Gasinfrastruktur die Energiewende leistbar zu machen, betonte Weinelt. Studienautor Christoph Strasser bezifferte die für die Gasproduktion nutzbaren Biomasse-Reststoffe mit knapp 10 Mio. Tonnen Trockensubstanz. Weitere 7 Mio. Tonne ergäben sich durch effizienteren Einsatz bestehender Potenziale und Verlagerungen bestehender Verwertungs- bzw. Entsorgungsschienen. Dabei sei "sichergestellt, dass keine für die Lebensmittelproduktion notwendigen Ressourcen verwendet werden", betonte Strasser.

Möglich werden soll die Erschließung der Biomassepotenziale auf Basis fester Biomasse durch eine an der Technischen Universität Wien (TU Wien) entwickelte Vergasertechnologie. Dabei wird Biomasse auf etwa 900 Grad erhitzt. Das so entstehende erneuerbare Gas wird aufbereitet und gereinigt und kann gleich wie fossiles Gas zur Produktion von Biomethan, Treibstoffen, Wasserstoff oder anderen Bioökonomieprodukten aufbereitet werden.

Von der Politik wünschen sich Weinelt und Biomasseverbandspräsident Franz Titschenbacher für die Nutzung erneuerbaren Gases freilich "Anreize". So begrüße man etwa Begünstigungen für erneuerbares Gas im Zuge der geplanten Steuerreform sowie die Verankerung eines marktbasierten Fördermodells. Um die Technologie in den Markt zu bringen, seien stabile Rahmenbedingungen nötig, meinte Strasser dazu.


SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ANFANG.SIE BEFINDEN SICH BEREITS AM ENDE. ÜBERBLICK DIESES DOSSIER DRUCKEN


Weitere Themen finden Sie in der Übersicht und im Archiv.

 

HINTERGRÜNDEInformation


Verantwortlicher Redakteur: Hermann Mörwald Von der Redaktion recherchiert
Hermann Mörwald
Verantwortlicher Redakteur


Weitere APA-Stories zum Thema:






_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

APA-BusinessFacts
© APA - Austria Presse Agentur / powered byAPA CMS(Info)
Bitte wählen Sie eine der Druckoptionen links.




top