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19.03.2020 | APA

Experten empfehlen Aufschieben von Impfungen

Das Nationale Impfgremium Österreichs empfiehlt wegen der Covid-19-Epidemie das Aufschieben von Schutzimpfungen. Am Mittwoch informierte darüber auch der Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer, Rudolf Schmitzberger, die Ärzteschaft.

Ausnahmen sind möglich
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"Wir befinden uns nach wie vor noch nicht in einer Phase einer Stabilisierung der Virusvermehrung, und die positiven Effekte der Ausgangssperre müssen abgewartet werden", schrieb er - parallel zu einer diesbezüglichen Information der Wiener Ärztekammer.

"Das Nationale Impfgremium des Ministeriums (NIG) empfiehlt für die nächsten drei Wochen ein generelles Zuwarten bei allen Schutzimpfungen", teilte Schmitzberger mit. Dies betreffe auch die Pneumokokkenimpfung, die einerseits im Gratis-Kinderimpfprogramm vorgesehen ist, andererseits aber auch Menschen ab dem mittleren Lebensalter zur Vorbeugung von bakteriellen Pneumonien durch Pneumokokken seit Jahren sehr empfohlen wird.

Rund um die jährliche Influenzasaison wurde immer wieder auch besonders die Pneumokokken-Immunisierung für diese Altersgruppe propagiert, weil sich bakterielle Infektionen der Lunge häufiger auf virale Infektionen "draufsetzen" und dann erst recht zu schweren Krankheitsverläufen führen. Jedenfalls sollten nach dem vorläufigen Aufschub bei Kindern bis zwei Jahre die gemäß Impfplan empfohlenen Impfungen möglichst zügig durchgeführt werden. Ebenso sollten dann Nachholimpfungen bei unvollständig vorgeimpften älteren Kindern ohne Verzug durchgeführt werden.

Es können allerdings Ausnahmen gemacht werden. "Nach Rücksprache mit dem betreuenden Arzt kann im Einzelfall auch ein individueller Termin telefonisch vereinbart werden. Impfkonsultationen müssen jedoch mit präziser Terminvereinbarung geplant werden, damit das Wartezimmer möglichst leer ist und der Kontakt mit anderen Personen im Wartezimmer minimal gehalten wird."

Bei Kinderimpfungen trotz des empfohlenen Aufschubs sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, schrieb Schmitzberger: "Die einzelne Begleitperson des Kindes soll weder Fieber noch Zeichen einer Atemwegsinfektion aufweisen (das soll im telefonischen Vorgespräch abgeklärt werden; Anm.) und mit dem Kind allein - ohne Geschwister oder weitere Begleitpersonen - zum vereinbarten Termin (nach telefonischer Ankündigung; Anm.) erscheinen."


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