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27.11.2019 | APA

Obsternte lag heuer deutlich unter dem Vorjahresniveau

Die heurige Obsternte blieb mengenmäßig weit hinter dem Vorjahr zurück. Das geerntete Volumen im Erwerbsobstbau sank um 21 Prozent auf 225.200 Tonnen (ohne Holunder und Aronia), wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria von Mittwoch hervorgeht. Massive Rückgänge gab es bei Äpfeln, Birnen und Zwetschken, Zuwächse dafür bei Marillen und Erdbeeren.

Um ein Viertel weniger Äpfel
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APA (Archiv)

Die Kernobstproduktion des Vergleichsjahres sei "ausgesprochen hoch" gewesen, relativierten die Statistiker die Ertragsdefizite. Hinzu kamen die vielfach zu kühle Witterung heuer im Mai, die Sommertrockenheit sowie Alternanzeffekte bei einigen Obstarten. Vor allem bei Äpfeln, Birnen und Zwetschken gibt es starke Ertragsschwankungen, die im Zweijahresrhythmus auftreten - auf Jahre mit sehr vielen kleineren Früchten folgen Jahre mit weniger, aber größeren Früchten. Insgesamt entsprach das Erntevolumen heuer den Angaben zufolge aber dem langjährigen Durchschnitt - es lag exakt im Zehnjahresmittel.

Die Erntemenge von Kernobst verringerte sich aber im Jahresabstand um ein Viertel auf 190.600 Tonnen. 97 Prozent davon entfielen auf Äpfel, deren Produktion heuer um 23 Prozent auf 184.300 Tonnen zurückging. Knapp drei Viertel davon stammen aus der Steiermark. Bei Birnen halbierte sich das Volumen - nach einem sehr starken Vorjahr - auf 6.300 Tonnen (minus 51 Prozent). Die Ernte blieb damit sogar um 27 Prozent unter dem Zehnjahresmittel.

Bei Steinobst gab es dafür überdurchschnittlich kräftige Zuwächse. Das Produktionsvolumen erhöhte sich heuer gegenüber 2018 um 7 Prozent auf 15.600 Tonnen. Die Erntemenge lag damit sogar um 27 Prozent über dem Zehnjahresschnitt. Dieser Anstieg war vor allem der starken Marillenernte zu verdanken, die gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf 9.500 Tonnen zulegte. Fast 80 Prozent kamen aus Niederösterreich.

Die Pfirsicherntemenge war mit einem leichten Plus von 1 Prozent über dem Vorjahresniveau, schnitt allerdings im Zehnjahresvergleich um 9 Prozent schlechter ab. Bei Kirschen und Weichseln sank die Erntemenge gegenüber 2018 um 4 Prozent auf 2.600 Tonnen - das waren aber um 36 Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Über 90 Prozent der Ernte entfielen auf Kirschen. Das geerntete Volumen von Zwetschken lag mit 1.900 Tonnen um 26 Prozent unter dem Vorjahr und um 31 Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre. Auslöser dafür waren den Angaben zufolge schlechtes Blühwetter, Alternanz, hoher Schädlingsdruck und Frostschäden.

Das Produktionsvolumen von Beerenobst (ohne Holunder und Aronia) vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 18.700 Tonnen und lag damit auch um 13 Prozent über dem Zehnjahresschnitt. Nach einem trockenheitsbedingt schwachen Vorjahr wurden heuer um 25 Prozent mehr Erdbeeren geerntet - hauptsächlich in Ober- und Niederösterreich. Die erreichten 13.600 Tonnen waren um 4 Prozent mehr als im langjährigen Schnitt. Bei Himbeeren gab es ein Ertragsplus von 4 Prozent auf 680 Tonnen. Die Hälfte der Anbauflächen befindet sich in Niederösterreich. Rückläufig entwickelte sich hingegen die Erntemenge von Ribiseln mit 3.100 Tonnen (minus 10 Prozent) und von Heidelbeeren mit 1.300 Tonnen (minus 5 Prozent) - das Obst stammt großteils aus steirischem Anbau.

Mit einem Minus von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr besonders ausgeprägt war der Ernteeinbruch bei Walnüssen. Der zu kühle Mai, das verstärkte Auftreten von Pilzerkrankungen und Walnussfruchtfliegen drückten die Produktion auf nur 270 Tonnen.

Nach unten ging weiters die geerntete Menge von Aronia - hier gab es im Jahresabstand ein Minus von 15 Prozent auf 1.600 Tonnen. Die Produktion wird laut Statistik Austria großteils zu Säften, Aufstrichen und Farbstoffen verarbeitet. Bei Holunder betrug der Zuwachs 4 Prozent auf 8.400 Tonnen. Die Früchte dienen hauptsächlich zur Lebensmittelfarbstofferzeugung.


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