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07.10.2019 | APA

Mondi für Aus von deutsch-österreichischer Strompreiszone

Der Verpackungs- und Papierkonzern Mondi gibt den Kampf gegen das Aus für die deutsch-österreichische Stromhandelszone vor einem Jahr nicht auf und sucht dafür Verbündete in der Politik. Österreichs Industrie habe durch das Ende der gemeinsamen Preiszone 132 Mio. Euro an Strom-Mehrkosten, sagte Mondi-Energiemanager Rene Stadler am Montag bei einer Tagung des Regulators E-Control.

Die Politik sollte das Thema nachverhandeln
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APA (Symbolbild/dpa)

Die Politik sollte das Thema nachverhandeln, "wir können hier relativ wenig verlieren". Zudem plädierte Stadler für eine Kompensation der CO2-Kosten in Österreich, wie es sie in Deutschland gebe. EU-beihilfenrechtlich wäre das okay, meinte er. Eventuell wäre ein solcher Schritt sogar einfacher als eine Handelszonen-Nachverhandlung. Mondi zählt 26.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern und hat 110 Produktionsstätten in 30 Ländern.

Seit der Aufteilung des früher gemeinsamen Handelsgebietes - für Stadler "eine tragische Trennungsgeschichte" - habe sich nicht nur Strom in Österreich im Vergleich zu Deutschland verteuert, es würden nun hierzulande vor allem jene "Preis-Täler" ausbleiben, die Deutschland habe. Gerade die Peaks nach unten würden es Industriebetrieben wie Mondi mit eigenen Energieerzeugungsanlagen ermöglichen, eigene Flexibilitäten zu vermarkten. Weltweit produziert Mondi laut Stadler jährlich 7 Terawattstunden (TWh) Strom und 20 TWh Wärme.

Der Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der E-Control, Johannes Mayer, rechnete vor, dass die heimische Industrie vom 1. Halbjahr 2018 bis zum 1. Halbjahr 2019 einen Anstieg ihrer Strompreise um 25 Prozent zu verkraften hatte - viel mehr als die Haushalts- und die Gewerbekunden mit 8,5 bzw. 14 Prozent, allerdings nicht nur aufgrund der Trennung der Stromzone. Für die Industrie hätten sich auch höhere Steuern und Abgaben sowie höhere Netzpreise ausgewirkt, weil die Redispatch-Kosten gestiegen seien. Das habe für industrielle Stromverbraucher mit 20 bis 70 Gigawattstunden (GWh) Abnahme im Jahr zu einem Anstieg der Energiepreise um 9 Euro pro Megawattstunde (MWh) bzw. 9 Cent je Kilowattstunde (kWh) geführt. Auf Großhandelsebene hat die Preisdifferenz zwischen Deutschland und Österreich in den letzten zwölf Monaten dagegen im Schnitt nur 3,40 Euro/MWh betragen.


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