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15.05.2017 | $group

Arbeitskräftemangel in Zentral- und Osteuropa

Die gute Konjunkturentwicklung in den zentral- und osteuropäischen Ländern hat zwar zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt und die Löhne steigen lassen, doch klagen andererseits immer mehr Unternehmen über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Besonders akut ist die Situation in Tschechien und Ungarn, sagt der Kreditversicherer Coface.

Niedrige Geburtenraten und Abwanderung sorgen für höhere Löhne
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APA (AFP)

Die Arbeitslosenquoten in den Ländern Zentral- und Osteuropas sind seit Jahren rückläufig, in den meisten Volkswirtschaften bewegen sie sich sogar unter dem EU-Durchschnitt. Durch steigende Löhne und eine niedrige Inflation sei der private Konsum zum stärksten Wirtschaftsmotor der Region geworden, heißt es in einer Coface-Studie. Seit 2010 seien die Bruttolöhne in Rumänien und Bulgarien um mehr als 30 Prozent und in Ungarn und Polen um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Niedrige Geburtenraten und Abwanderung würden den Gegenwind für Unternehmen bei Lohnverhandlungen noch verstärken. Trotzdem hätten selbst Unternehmen mit einem höheren Lohnniveau Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen. Am größten sei laut aktuellen Umfragen der Mangel an Fahrern und Ingenieuren.

Tschechien und Ungarn sind von dieser Entwicklung am stärksten betroffen. Die Lohnerhöhungen würden derzeit den Anstieg der Arbeitsproduktivität übertreffen. "Nichtsdestotrotz sind die regionalspezifischen Lohnkosten hier noch immer im Durchschnitt nur ein Drittel der Kosten in der EU", sagt Michael Tawrowsky, Country Manager von Coface Austria.

Mit Anreizen für die Rückkehr von Emigranten und durch mehr Zuwanderung könnte die Situation entschärft werden, doch müssten die Regierungen dafür ihre Einwanderungspolitik ändern. Eine hohe Zahl von Rückkehrern sei außerdem unwahrscheinlich, weil abgewanderte Arbeitskräfte, die vom Brexit oder ähnlichen politischen Entwicklungen betroffen seien, wegen der nach wie vor großen Lohnunterschiede eher in den westeuropäischen Ländern auf Arbeitsuche gehen würden als zurückzukehren.

Einen weiteren Lösungsansatz sieht Coface in der Förderung von ethnischen Minderheiten, Frauen und älteren Menschen am Arbeitsmarkt. Die Quoten an weiblichen Arbeitskräften beispielsweise seien in den zentral- und osteuropäischen Ländern deutlich niedriger als in westeuropäischen: So arbeiten in Polen 61 Prozent der Frauen, in Ungarn 59 Prozent, in Rumänien 57 Prozent - verglichen mit einem Anteil von 78 Prozent in Schweden, 72 Prozent in Deutschland und 71 Prozent in Österreich.


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Verantwortlicher Redakteur: Hermann Mörwald Von der Redaktion recherchiert
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