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26.01.2018 | $group

Elektroautos gewinnen an Fahrt, Ökoenergie weiter im Kurs

Elektroautos werden in Österreich beliebter, der Ausbau Erneuerbarer Energien steht weiter hoch im Kurs, geht aus einer Studie von WU Wien, Deloitte Österreich und Wien Energie hervor. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ist demnach ein eigenes Elektroauto mittlerweile eine realistische Option, bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren sind es sogar 61 Prozent.

Immer mehr Menschen wollen ein Elektroauto
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APA (Symbolbild/dpa)

42 Prozent jener, die ein Elektroauto kaufen würden, wollen dies bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre tun. Der Anteil jener Befragten, die beim nächsten Autokauf auf Elektroantrieb umsteigen wollen, liegt stabil bei 16 Prozent. In der vorjährigen Studie konnten sich 49 Prozent der Befragten den Kauf eines E-Autos vorstellen.

Wichtigste Kaufgründe waren weiterhin Umwelt- und Klimaschutz (76 Prozent), geringe Betriebskosten (76 Prozent) und emissionsfreier Betrieb (75 Prozent). Oftmals noch hinderlich seien zu geringe Reichweite, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und nach wie vor zu hohe Preise, so Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich, laut Pressemitteilung. "Laut Studie kostet das Wunsch-E-Auto 20.000 Euro, fährt mit einer einzigen Ladung 650 Kilometer und ist nach einer Stunde wieder vollständig aufgeladen."

Mehr als die Hälfte der insgesamt 1.066 Befragten denkt, dass der Markt in 20 Jahren von E-Autos dominiert wird. 46 Prozent waren für ein Verbot von älteren Dieselfahrzeugen in Innenstädten. Der Diesel hat an Beliebtheit deutlich verloren: Im vorigen Jahr hätte eine Mehrheit der Befragten einen Dieselantrieb für das neue Auto gewählt, heuer waren es mit 28 Prozent um 9 Prozentpunkte weniger. Im Vorjahr ist die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge um 42 Prozent auf 5.433 gestiegen. Insgesamt gab es laut Statistik Austria 353.320 Pkw-Neuzulassungen.

Die Wien Energie baut die E-Tankstellen in der Bundeshauptstadt massiv aus: Ab nächster Woche werden die ersten 20 der insgesamt 1.000 zusätzlichen öffentlichen Ladestellen in den Bezirken Wien-Neubau und Wien-Floridsdorf errichtet. Im Wochentakt geht es dann bis Sommer in den anderen Bezirken weiter. Die Inbetriebnahme der ersten neuen Ladestellen ist für Anfang März geplant, heißt es aus der Wien Energie zur APA. Bis Mitte 2018 werden in jedem Wiener Gemeindebezirk 10 neue öffentliche Ladestellen verfügbar sein. Ende 2020 soll die Erweiterung des Ladestellennetzes um 1.000 zusätzliche Ladestellen abgeschlossen sein. Investiert werden insgesamt 15 Mio. Euro. Aktuell hat die Wien Energie 550 E-Tankstellen in Garagen, vor Einkaufsfilialen oder am Flughafen Wien in Betrieb.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat der Studie zufolge beim Großteil der Österreicher einen ungebrochen hohen Stellenwert. 85 Prozent ziehen die Weiterentwicklung erneuerbarer Energietechnologien der stärkeren Nutzung fossiler Energieträger vor. 81 Prozent erwarten sich dadurch ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum. Die Stimmungslage sei damit drei Jahre in Folge sehr positiv, heißt es. Erstmals wurde in der aktuellen Studie auch ein Schwerpunkt auf junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren gelegt. Hier zeigt sich unter anderem, dass diese mehr Wert auf die Stromherkunft und Elektromobilität legen.

Wichtigster Grund für den Erneuerbaren-Ausbau bleibt der Umweltschutz, der für 84 Prozent der Befragten das entscheidende Argument ist. Auf breite Zustimmung trafen auch einschneidende Maßnahmen und Verbote. 67 Prozent der Befragten sprachen sich für ein Verbot von Ölheizungen in Neubauten aus. Den Bau von Windrädern in landschaftlich schönen oder unter Naturschutz stehenden Gebieten unterstützten 60 Prozent.

Rund 15 Prozent geben an, dass auf ihrem Wohngebäude der Bau einer Photovoltaikanlage geplant ist. Davon sollte mehr als ein Drittel innerhalb der nächsten zwei Jahre installiert werden. Auch die Bereitschaft zur Einrichtung von Gemeinschaftsanlagen ist hoch: 47 Prozent der Haushalte wollen sich an einer gemeinschaftlichen Photovoltaikanlage beteiligen. Erwartet werden vor allem deutlich niedrigere Stromkosten. Wien-Energie-Chef Michael Strebl hat ein solches Geschäftsmodell bereits entwickelt. Er sieht in der seit Jahresbeginn wirksamen "kleinen Ökostromnovelle", mit der PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern möglich sind, Chancen und Vorteile für die Kunden. "Mit dem neuen Fördersystem können wir davon ausgehen, dass immer mehr Menschen zu Prosumern werden. Sie produzieren mit ihrer Photovoltaikanlage eigenen Strom und können diesen durch den Einsatz von Stromspeichern auch verkaufen oder gemeinschaftlich nützen", so Strebl.

Zunehmende Bedeutung sieht man diesbezüglich in der Digitalisierung: 62 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, ihren Strom in Zukunft direkt von der Photovoltaikanlage des Nachbarn zu beziehen. Die Studie "Erneuerbare Energien in Österreich 2017" basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung von 1.006 Teilnehmern zwischen 18 und 70 Jahren sowie einer Online-Befragung von 261 Personen zwischen 15 und 25 Jahren.


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Verantwortlicher Redakteur: Hermann Mörwald Von der Redaktion recherchiert
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