APA - AUSTRIA PRESSE AGENTUR APA-OTS APA-DEFACTO APA-IT APA-IMAGES APA-MEDIAWATCH
APA-OnlineJournale   APA - Austria Presse Agentur

Homepage
Ihre Journale
Editorial
Produktinfo
Navigation/Help
Impressum
Offenlegung
Kontakt
APA im Netz
Passwort �ndern
User Login

MEDIENBERICHTE

12. 09. 2017 | WZ

Apple geht mit neuem iPhone auf Risiko

Cupertino. (jm/apa) Als Apple-Chef Steve Jobs 2007 das erste iPhone präsentierte, verhalf er damit dem Smartphone zu seinem unvergleichlichen Siegeszug. Heute hat der digitale Alleskönner Einzug in nahezu alle Bereiche des Alltags gehalten. Zum zehnten Geburtstag wird das iPhone von Apple vor allem eines – teurer. Das Jubiläumsmodell, das der US-Technologieriese am Dienstagmorgen (Ortszeit) in Cupertino (Kalifornien) vorstellen will, wird nach Einschätzungen von Analysten mindestens 1000 US-Dollar kosten. Die Euro-Preise dürften darüber liegen. Das ist selbst für einkommensstarke Kunden ein stolzer Preis.

Es stellt sich Frage, ob die Apple-Gemeinde auch vor vierstelligen Preisen nicht zurückschreckt und das iPhone 8 zum Kassenschlager im wichtigen Weihnachtsgeschäft macht. Manche Beobachter sehen in dem höheren Preis ein Risiko, andere eine Chance, den Umsatz zu steigern. Seit 2007 hat der Konzern 1,2 Milliarden Alleskönner-Geräte verkauft.

Die Konkurrenz schläft nicht

Mittlerweile gilt der Markt allerdings als gesättigt. Zudem tummeln sich in dem Geschäft unzählige Elektronikkonzerne wie Erzrivale Samsung oder die aufstrebenden chinesischen Konkurrenten Huawei, Oppo, Vivi und Xiaomi. Das iPhone steht für rund zwei Drittel der Konzernerlöse und ist damit mit Abstand das wichtigste Produkt. Kritiker weisen immer wieder darauf hin, dass Apple zu stark von seinem Umsatzgaranten abhängig ist. Seit dem Tod von Firmengründer Steve Jobs 2011 hat Apple keinen nennenswerten Umsatzbringer mehr hervorgebracht. Der letzte Versuch war die Apple Watch, die keinen großen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet. Bisher wurde das zwar noch nicht zum Problem, der Aktienkurs hat sich seit Jobs’ Tod von 54 auf 158 US-Dollar sogar verdreifacht. Aber gerade der hart umkämpfte Markt der Konsumelektronik unterliegt starken Trend-Revolutionen. Man denke an Nokia, den früheren Weltmarktführer für Handys. Der finnische Konzern verschlief den Smartphone-Boom und ist seither nur noch ein Nischenspieler. Auch die Apple-Konkurrenz holt auf. In den Verkaufszahlen von Juni und Juli hat Apple seinen zweiten Platz hinter Samsung eingebüßt – dort steht nun der chinesische Konkurrent Huawei.

Wegweisende Neuerungen?

Mit dem neuen iPhone will Apple die Absatzzahlen wieder deutlich steigern. Zum ersten Mal seit drei Jahren wird ein völlig neugestaltetes Gerät erwartet. Der Bildschirm soll die gesamte Vorderseite ausfüllen, der Home-Button der Vergangenheit angehören. Apple arbeitet offenbar an einer Gesichtserkennung. Auch soll sich das Gerät ohne Kabel laden lassen und der Bildschirm selbst soll über einen Fingerabdruckleser verfügen. Zudem soll die Dual-Kamera deutlich verbessert worden sein.

Für den Erfolg des neuen iPhones ist ausschlaggebend, wie es die Chinesen aufnehmen. Die Volksrepublik ist längst zum weltgrößten Smartphone-Markt aufgestiegen. Nach einer anfänglichen Blitzkarriere kämpft Apple hier nun mit den vielen Mitbewerbern und ist auf Platz fünf zurückgefallen. Im abgelaufenen Quartal waren die Erlöse, im Gegensatz zu einem Plus in allen anderen Regionen, um zehn Prozent eingebrochen. Zuletzt hatten vor allem Chinesen und Hongkonger stärker auf den Preis geschaut und bei den günstigeren Modellen der heimischen Anbieter zugegriffen. Beobachter glauben, dass das teuerste Smartphone aller Zeiten für Konjunktur bei den Finanzierungsangeboten sorgt. Viele dürften online kaufen und eine Ratenzahlung vereinbaren, so der Pekinger Smartphone-Händler Wang Yang.

Bild: Beobachter sehen in dem vierstelligen Preis für Apple sowohl ein Risiko als auch eine Chance. apa/dpa/Peter Kneffel


Wenn Sie mehr wissen wollen: Alle Infos finden Sie in der DeFacto» Suchmaschine.

DeFacto» - Die APAclass Suchmachine

APA-BusinessFacts
© APA - Austria Presse Agentur / powered byAPA CMS(Info)
Bitte wählen Sie eine der Druckoptionen links.




top