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09.05.2018 | $group

Gute Wasserführung verhalf Verbund zu Gewinnsprung in Q1

Der Verbund hat zum Jahresauftakt dank einer guten Wasserführung und einer höheren Erzeugung seiner Speicherkraftwerke einen Gewinnsprung hingelegt. Die operativen Ergebnisse und der Nettogewinn zogen im ersten Quartal kräftig an, und der Konzern erhöhte die Prognosen für das Gesamtjahr 2018.

Verbund erhöhte die Jahresprognosen
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APA

Das EBITDA legte im Jahresabstand um 18,7 Prozent auf 270,0 Mio. Euro zu. Die Jahresprognose für 2018 erhöht das mehrheitlich der Republik gehörende Unternehmen - auf Basis einer durchschnittlichen Eigenproduktion aus Wasser- und Windkraft in den drei restlichen Quartalen - von 850 auf 870 Mio. Euro, wie es am Mittwoch hieß. Das Konzernergebnis wuchs um 30,1 Prozent auf 121,6 Mio. Euro; hier werden nun fürs Gesamtjahr rund 320 Mio. Euro erwartet, bei der Bilanzvorlage im März wurden noch 300 Mio. Euro genannt.

Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Jahresabstand markant auf 36,1 (28,1) Prozent. Die EBIT-Marge legte auf 25,1 (17,4) Prozent zu - denn das operative Ergebnis stieg um 33,1 Prozent auf 188,1 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse blieben mit 748,4 Mio. Euro um 7,6 Prozent unter dem Wert von Anfang 2017. Die Nettoverschuldung wurde um 17,3 Prozent auf 2,589 Mrd. Euro reduziert, das Gearing sank auf 44,1 Prozent.

Mit Wasser läuft es gut

Profitiert hat der Verbund im ersten Quartal vor allem von der guten Wasserführung der Flüsse, die um 17 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt lag, wie schon in der Hauptversammlung im April erklärt worden war. Im Jahresabstand lag die Kennzahl um 25 Prozentpunkte höher, hieß es am Mittwoch. Die Verbund-Wasserkrafterzeugung stieg bis März in Summe um 28,6 Prozent auf 7.175 GWh.

Windkraft lieferte mit 268 Gigawattstunden (GWh) um 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, Strom aus Wärmekraft gab es mit 454 GWh halb so viel (-53,4 Prozent). Das Gas-Kombikraftwerk Mellach in der Steiermark erzeugte - wegen eines deutlich geringeren Einsatzes für das Engpassmanagement - um 503 GWh weniger Strom. Das Gas-Kombikraftwerk Mellach wird nur zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Rahmen des Engpassmanagements eingesetzt. Der geringere Einsatz der Anlage trug dazu bei, dass der Brennstoffeinsatz und die sonstigen einsatz-/umsatzabhängigen Aufwendungen um 17,9 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro sanken. Das Kohlekraftwerk Mellach erzeugte um 18 GWh weniger. Die gesamte Eigenerzeugung des Konzerns wuchs um 15,5 Prozent auf 7.898 GWh. Samt Handel und Vertrieb etc. verblieb für den Verbund eine fast gleich hohe Stromaufbringung von 15.368 GWh (+1,9 Prozent).

Von den heuer bis März insgesamt 748,4 (810,2) Mio. Euro erzielten Umsatzerlösen entfielen unter anderem 557,2 (640,6) Mio. Euro auf Stromerlöse (weniger wegen der niedrigeren Spotmarktpreise) und 139,5 (123,9) Mio. Euro auf Netzerlöse.

Die Preise für Strom-Future-Kontrakte (Frontjahr-Base 2018, gehandelt 2017) lagen mit im Schnitt 32,4 Euro pro Megawattstunde (MWh) um 21,8 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahresberichtsperiode. Aufgrund seiner Absicherungsstrategie hat der Verbund den Großteil der Eigenerzeugung für 2018 schon in den Jahren 2016 und 2017 über den Terminmarkt eingepreist. Die Spotmarktpreise (Base) fielen in der Berichtsperiode um 14,1 Prozent auf 35,5 Euro/MWh, allerdings war das erste Quartal 2017 durch eine außergewöhnliche Kältewelle geprägt.

Positiv für den Verbund wirkten im Quartal ein höherer Ergebnisbeitrag aus dem Segment Netz, primär wegen eines geringeren Aufwandes für die Beschaffung für Engpassmanagement sowie wegen der Erfolge aus den Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen der letzten Jahre, so der Verbund im Quartalsbericht. Die Erlöse aus Flexi-Produkten seien dagegen wie erwartet im Vergleich zum außerordentlich positiven Jahresanfang 2017 gesunken.

Auch andere Finanzkennzahlen verbesserten sich: Der operative Cashflow stieg um 94,6 Prozent auf 298,5 Mio. Euro und der Free Cashflow vor Dividende um 154,6 Prozent auf 240,9 Mio. Euro. Wertminderungen gab es im Quartal keine.


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