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11.01.2018 | $group

Agrana nach drei Quartalen durchwegs verbessert

Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat in den ersten drei Quartalen im Geschäftsjahr 2017/18 (per 30. November) einen Gewinn von 127,6 Mio. Euro erzielt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es einen Gewinn von 95,2 Mio. Euro. Der Umsatz stieg von 1,97 auf 2,01 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte von 137,7 auf 171,6 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit.

Marihart: Harter Wettbewerb durch Überversorgung
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Das Fruchtsegment sorgte für 44 Prozent des Umsatzes und 34,5 Prozent des EBIT, das Stärkesegment für 28,6 Prozent (EBIT: 41,0 Prozent) und der Zucker für 27,4 Prozent (EBIT: 24,5 Prozent). "Im Segment Zucker führten v.a. im Vergleich zum Vorjahr höhere Verkaufspreise in den ersten sechs Monaten ebenfalls zu einer Verbesserung des Ergebnisses", so der Konzern Donnerstagfrüh. Das EBIT im Segment Frucht wurde leicht (plus 4,4 Prozent) auf 59,1 Mio. Euro gesteigert. Im Segment Stärke stieg das EBIT vor allem dank einer positiven Entwicklung im Ethanolgeschäft deutlich (plus 21,4 Prozent) auf 70,4 Mio. Euro.

Das dritte Quartal stand bereits im Zeichen des Endes der EU-Zuckerquoten. Schon die Monate davor "waren geprägt von Preisverhandlungen mit den Industrie- und Retailkunden. Das Auslaufen der Zuckerquote und die niedrigen Weltmarktpreise gekoppelt mit einer zu erwartenden hohen Zuckerproduktion stellten dabei die gesamte europäische Zuckerindustrie aber auch deren Abnehmer vor neue Herausforderungen. Die Abschlüsse für das ZWJ (Zuckerwirtschaftsjahr, Anm.) 2017/18 liegen nun deutlich unter dem Vorjahresniveau", teilte die Agrana mit.

Agrana-Chef Johann Marihart schreibt im Quartalsbericht des Unternehmens zum Segment Zucker: "Verstärkter Wettbewerb seit dem 1. Oktober 2017 innerhalb Europas bei einem ausreichend versorgten EU-Markt und gestiegenen Weltzuckerlagerbeständen hat für einen Preisdruck bei den Abschlüssen mit den Kunden für das Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 geführt." Produktionsseitig laufe die Rübenkampagne mengen- und qualitätsmäßig nach Plan. "In unseren neun Zuckerfabriken werden bis Ende Jänner 2018 bis zu 140 Kampagnentage über sechs Millionen Tonnen Rüben verarbeitet."

"Im Segment Frucht erfolgte im dritten Quartal der Spatenstich für unser neues, zweites Fruchtzubereitungswerk in China. Am Standort in Indien wird nach der Mangopüreeproduktion in Kürze auch mit der Erzeugung von Fruchtzubereitungen begonnen", so Marihart zu diesem Geschäftsfeld. Im Stärkesegment sei der Geschäftsbereich Ethanol momentan der höchsten Volatilität ausgesetzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Agrana eine Kapitalerhöhung vollzogen.


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