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11.09.2017 | $group

Österreich auf Werbefeldzug für EU-Arzneimittelagentur

Österreich hat am Montag in Brüssel seinen Werbefeldzug für die Übersiedlung der EU-Arzneimittelagentur EMA nach Wien fortgesetzt. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner und die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner (beide SPÖ) priesen dabei die Vorzüge in Wiens und hoben vor allem die zum achten Mal in Folge festgestellte höchste Lebensqualität hervor.

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner pries die Vorzüge Wiens
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APA

Auf die Frage eines gemeinsamen Vorgehens von Wien und Bratislava winkte Rendi-Wagner ab. "Zu allererst sind wir für Wien als nächsten EMA-Standort. Neu zu schaffende Agenturen könnten für die neuen EU-Mitgliedsstaaten diskutiert werden, aber die EMA ist eine bereits existierende und die zweitgrößte in der EU".

Brauner sagte zur Bewerbung Wiens in Anlehnung an einen früheren Wahlkampfslogan des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, "Yes, Vienna can". Immerhin sei Wien "die Nummer drei der Kongressstädte in der ganzen Welt". Sie hob auch die Internationalität der Donau-Metropole hervor. "190 Nationalitäten sind in Wien versammelt, die Geschäfte machen". Deshalb "wir sind kein Neuling, wir wissen, wie man mit internationalen Organisationen umgeht".

Darüber hinaus habe Wien eine Menge zu bieten - neben Musik, Wiener Kaffeehaus und Kunst. Brauner: "Wir wissen über die Notwendigkeiten für solche internationalen Organisationen Bescheid".

Rendi-Wagner bekräftigte, dass die EMA 25 Jahre lang im Fall einer Übersiedlung nach Wien für den Standort nichts bezahlen müsse. Auch den Familien der bei der EMA Beschäftigten würden zahlreiche Vorteile angeboten sowie für deren Kinder internationale Schulen bereitgestellt.

Die Ministerin und Brauner präsentierten die Bewerbung in der ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel, zu der der neue EU-Botschafter Nikolaus Marschik unter anderem Medienvertreter, Diplomaten, Beamte der EU-Kommission und Vertreter der Arzneimittelverbände eingeladen hatte.

Um den neuen Sitz der EMA mit knapp 900 Mitarbeitern ist unter den EU-Mitgliedstaaten ein prestigeträchtiges Rennen entstanden. 19 Städte, darunter Wien, wollen neuer Sitz der EU-Arzneimittelagentur werden. Neben Wien rechnen sich insbesondere Stockholm, Kopenhagen, Amsterdam und Mailand gute Chancen aus.

Die EU-Kommission will die Bewerbungen bis zum 30. September prüfen, aber nach Angaben von Diplomaten keine engere Auswahl in Form einer "Shortlist" treffen. Somit fällt die Entscheidung voraussichtlich erst im November im EU-Ministerrat in einer geheimen Abstimmung.

Ebenfalls entschieden werden muss der neue Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA), die im Zuge des Brexit auch von London übersiedelt. Für die EBA gilt Frankfurt weithin als Favorit. Auf die EBA angesprochen sagte Rendi-Wagner, "ich habe als Gesundheitsministerin natürlich eine klare Präferenz. Doch Österreich hat zwei Bewerbungen abgegeben. Ich persönlich bevorzuge die EMA".

Die FPÖ griff Rendi-Wagner wegen der Bewerbung für die EMA scharf an. Die freiheitliche Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch sprach in einer Aussendung von "fünf Millionen an Voraussubvention", mit der die Ministerin "mit einer typischen sozialistischen Umwegrentabilitätsrechnung gerechtfertigt", die EU-Behörde nach Wien locken wolle. Österreich als "Mega-Nettozahler in die Finanztöpfe nach Brüssel" solle "hier wieder doppelt abgezockt werden", prophezeite Belakowitsch.


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