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13.06.2018 | $group

Heimische EVUs bei E-Mobilität aktiver als Deutsche

Rund drei Viertel der Energieversorgungsunternehmen (EVU) sind im Bereich Elektromobilität aktiv oder planen einen Einstieg, zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Österreich und Deutschland unter 184 Firmen. Österreichische Versorger sind demnach etwas entschlossener als die deutschen Pendants und betreiben verhältnismäßig mehr Ladesäulen.

Schwerpunkt ist die öffentliche Ladeinfrastruktur
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APA (dpa)

Das Engagement der EVU steht im Einklang mit einer klaren Prognose: Rund 95 Prozent der Befragten erwarten, dass die Bedeutung für ihr Unternehmen und ihre Branche wächst. Allerdings hat die eindeutige Prognose vielerorts noch nicht zu entsprechend entschlossenem Handeln geführt, so PwC. "Einerseits messen Verantwortliche der Elektromobilität hohe Bedeutung zu, andererseits engagieren sich viele nur verhalten und haben noch keine konsistenten Strategien entwickelt", sagt Michael Sponring, Leiter Power & Utilities bei PwC Österreich. Entsprechend glaubt etwa die Hälfte der Befragten, dass Wettbewerber einen Vorsprung im Bereich Elektromobilität haben.

Klarer Schwerpunkt der Aktivitäten von EVU ist der Aufbau und Betrieb öffentlicher Ladeinfrastruktur: Drei Viertel der Befragten sind in diesem Segment aktiv. Das gilt für Versorger in städtischen und ländlichen Gebieten gleichermaßen - und ist deshalb eine grundsätzlich gute Nachricht für Elektroautokäufer jenseits der Ballungsräume. "Energieversorger investieren auch in Regionen, in denen sich andere Marktteilnehmer bisher eher zurückhalten. Damit tragen sie dazu bei, dass sich die Ladeinfrastruktur flächendeckend verbessert", so Sponring.

Vorsprung auch bei Smart Services

Auch bei innovativen Dienstleistungen sind österreichische EVU weitaus aktiver als deutsche: Rund 68 Prozent der österreichischen EVU beschäftigen sich mit Datenmanagement und Abrechnung (Deutschland 37 Prozent) und knapp 35 Prozent (Deutschland 23 Prozent) mit anderen Smart Services wie zum Beispiel Apps, die Routen für Battery Electric Vehicles (BEVs) und Plug-in Hybrid Electric Vehicles (PHEVs) planen und Autofahrer zur nächsten Ladesäule führen. 26 Prozent der befragten österreichischen EVU bieten E-Carsharing an (Deutschland 15 Prozent).

Befragte, die der Elektromobilität skeptisch gegenüberstehen, begründen dies häufig mit niedrigen Gewinnaussichten (80 Prozent) oder einem zu geringen Marktvolumen (60 Prozent).

An der Studie nahmen 184 Energieversorger aus Österreich und Deutschland teil. Das entspricht laut PwC einer Marktabdeckung von fast 80 Prozent (Österreich) bzw. fast 40 Prozent (Deutschland) und hat somit eine außerordentlich hohe Aussagekraft.


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