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08.02.2018 | $group

voestalpine legte im Neunmonatszeitraum Gewinnsprung hin

Der oberösterreichische Stahl- und Technologiekonzern voestalpine profitiert von der anspringenden Konjunktur: In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 (per Ende März) verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 343,9 auf 555,9 Mio. Euro - ein Plus von knapp 62 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag ad hoc mitteilte.

Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 9,46 Mrd. Euro
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APA (Archiv)

Treiber der Entwicklung war den Angaben zufolge insbesondere die brummende Automobilindustrie, welche die voestalpine mit Spezialteilen beliefert. Im Stahlbereich (Steel Division) erzielte der Konzern laut Eigenangaben "den mit Abstand größten Ergebnissprung".

Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum von 8,10 Mrd. auf 9,46 Mrd. Euro (plus rund 17 Prozent). Operativ legte der Konzern um 53 Prozent auf 834,6 Mio. Euro (EBIT) zu. Der Gewinn je Aktie (EPS) erhöhte sich von 1,86 auf 2,95 Euro je Aktie.

Dem Technologiekonzern kommen dabei auch die erheblich gestiegenen Stahlpreise zugute. Dank massiver Nachfrage nach Flachstahlprodukten legte die Steel Division den Angaben zufolge "den mit Abstand größten Ergebnissprung" von allen Konzernsparten hin, teilte Konzernchef Wolfgang Eder mit.

"Unverändert solide" sei aber auch der Auftragseingang aus der Konsumgüterindustrie. Für belebende Impulse sorgen den Angaben zufolge zudem die hohe Dynamik im Luftfahrtsektor, das verbesserte Umfeld im Maschinenbaubereich und Erholungstendenzen in der Bauindustrie. Auch im Öl- und Gassektor, den die voestalpine unter anderem mit Rohren beliefert, sei "zumindest mengenmäßig ein Aufschwung" spürbar. Negativ auf den Geschäftsverlauf wirken sich hingegen die geringen Investitionen und der damit einhergehende Preiskampf im europäischen Eisenbahnbau aus.

Insgesamt steigerte die voestalpine ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres davor von 8,10 Mrd. auf 9,46 Mrd. Euro um fast 17 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um knapp ein Drittel auf 1,41 Mrd. Euro und erreichte damit annähernd das Niveau des gesamten Geschäftsjahres 2016/17 (1,54 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) weitete sich um 53 Prozent von 545 Mio. auf 834,6 Mio. Euro aus. Die EBIT-Marge stieg von 6,7 auf 8,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie (EPS) legte von 1,86 auf 2,95 Euro zu (plus 58,6 Prozent). Das Gearing (Nettofinanzverschuldung in Relation zum Eigenkapital) verbesserte sich von 61,2 auf 53,5 Prozent.

An der bisher guten Geschäftsentwicklung dürfte sich laut voestalpine auch im vierten Geschäftsquartal nichts ändern: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) "sollte sich aus heutiger Sicht wieder in etwa auf dem Niveau des starken ersten Quartals bewegen". Die von der voestalpine zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 in Aussicht gestellte "deutlich positive Entwicklung" von Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Jahr davor sieht der Konzern daher bestätigt.

2016/17 hatte sich der Umsatz um 2 Prozent auf 11,3 Mrd. Euro erhöht; der Jahresüberschuss war aufgrund von Sondereffekten um 12,5 Prozent auf 527 Mio. Euro gesunken. Das Geschäftsjahr endet am 31. März. Der Konzern beschäftigte im Berichtszeitraum weltweit 50.658 Mitarbeiter (Vollzeit).


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