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09.08.2017 | $group

sterreich im ersten Halbjahr EU-Spitzenreiter bei E-Autos

Auch wenn E-Autos immer noch die Ausnahme sind, ist sterreich gemeinsam mit den Niederlanden im ersten Halbjahr EU-Spitzenreiter bei elektrischen Fahrzeugen: 1,4 Prozent der neuzugelassenen Pkw fahren hier mittlerweile nur mit Strom. Der EU-Schnitt lag in den ersten sechs Monaten bei mageren 0,6 Prozent, im Autoland Deutschland lag der Anteil nur bei 0,5 Prozent, so eine aktuelle VC-Analyse.

Die Zahl der Neuzulassungen in Europa steigt
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APA (dpa)

"Bronze" geht an Frankreich und Schweden, wo je 1,2 Prozent der Neuwagen nur mit Strom fahren, teilte der Verkehrsclub sterreich (VC) am Mittwoch mit. Deutlich salonfhiger sind E-Autos im Nicht-EU-Mitglied Norwegen, dort kamen sie in den ersten sechs Monaten schon auf 19,1 Prozent der Pkw-Neuzulassungen. Das Land forciert E-Mobilitt schon lnger und hat gleichzeitig auch Abgaben und Steuern auf Diesel und Benzin erhht, so der VC zur APA.

Insgesamt ist die Zahl der neuzugelassenen E-Autos in der EU laut VC im ersten Halbjahr um 63 Prozent auf 46.242 gestiegen. Um das UNO-Klimaziel von Paris zu erreichen und den Klimawandel zu bremsen, sei aber deutlich mehr Tempo bei der Energiewende im Verkehr ntig. "Welche katastrophalen Folgen Unwetter haben, mussten viele Menschen in den vergangenen Tagen erleben", sagte VC-Experte Markus Gansterer.

Der VC fordert daher erneut auf EU-Ebene fr Autohersteller eine Mindestquote fr schadstofffreie Pkw und drngt auf einen konkreten Ausstiegsplan aus Diesel und Benzin. Die Quote soll fr "schadstofffreie Autos" gelten, also nicht nur fr Elektroautos. "Hersteller knnen also andere Wege finden, das zu erreichen und zur Marktreife zu bringen. Bisher haben sie das nicht geschafft", so der VC.

"So wie einzelne Bundeslnder fr neue lheizungen einen Ausstiegszeitplan beschlossen haben, ist das auch im Verkehr fr Diesel und Benzin sinnvoll", meinte Gansterer. "Realistisch ist, dass ab dem Jahr 2030 kein Pkw mehr mit Verbrennungsmotor neu zugelassen wird."

Auch der Anteil der erneuerbaren Energie msse stark erhht werden. Generell sollte weniger mit dem Auto und mehr mit ffis oder Fahrrad gefahren werden. "Dafr braucht es ein dichteres Bahnnetz, hufigere Verbindungen und einen umfassenden Ausbau der Radinfrastruktur", erklrte Gansterer.

In sterreich startet Magna Steyr in Graz ab Jahresende mit der Produktion des ersten Elektroautos, dem Jaguar I-Pace. "Wir gehen davon aus, dass reine Elektroautos im Jahre 2025 zwischen drei und fnf Prozent Marktanteil haben werden, die Hybriden 20 bis 25 Prozent", sagte Magna-Europachef Gnther Apfalter dem "trend".

Fr Apfalter ist die Frderung fr E-Autos in sterreich zu frh gekommen. "Man sieht das auch an den Zulassungen. Htte man noch gewartet, so htte sich die Regierung einiges Geld erspart." Im Endeffekt sei jede Frderung eine knstliche Marktbelebung, das Produkt msse vom Endkunden gewollt werden. "Dafr fehlt aber noch sehr viel Infrastruktur", so der Magna-Europachef.


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